künsterlischer ansatz

Meine künstlerische Sprache ist eng mit meinem beruflichen Werdegang verbunden. Als gelernter Schreinermeister habe ich früh gelernt, dass Qualität an Präzision gemessen wird. Im Handwerk gibt es klare Vorgaben, Toleranzen und Arbeitsabläufe. Das Ziel ist nicht die persönliche Interpretation, sondern eine möglichst perfekte Umsetzung eines Plans. Diese Haltung prägt mich bis heute und spiegelt sich in meiner Arbeitsweise wider.

Auch während meines Designstudiums stand weniger der persönliche Geschmack als vielmehr die Frage im Mittelpunkt, welche gestalterische Lösung einem Produkt oder einer Situation gerecht wird. Kreativität bedeutete für mich nicht, etwas Beliebiges zu erschaffen, sondern Probleme aus neuen Blickwinkeln zu betrachten und daraus schlüssige Lösungen zu entwickeln. Gestaltung war stets ein Zusammenspiel aus Funktion, Ästhetik und Konzept.

Parallel dazu begleitete mich die Malerei. Anfangs betrachtete ich sie ähnlich wie das Handwerk: Ich suchte Motive, die in eine bestimmte Umgebung passten, und versuchte sie möglichst präzise wiederzugeben. Für mich war technische Perfektion lange Zeit das entscheidende Qualitätsmerkmal eines Bildes.

Mit der Zeit begann ich jedoch, diese Sichtweise zu hinterfragen. Wann endet Handwerk und wann beginnt Kunst? Ist ein Bild vor allem dann gelungen, wenn es technisch makellos ist? Oder entsteht Kunst erst dort, wo sie persönliche Gedanken, Zweifel und Erfahrungen sichtbar macht? Diese Fragen beschäftigen mich bis heute und bilden den Ausgangspunkt meiner künstlerischen Entwicklung.

In meinen Arbeiten versuche ich, diese scheinbaren Gegensätze miteinander zu verbinden. Präzision und sorgfältige Ausführung sind nach wie vor fester Bestandteil meines Schaffens. Gleichzeitig interessiert mich zunehmend das Erzählerische und Konzeptionelle. Viele meiner Werke greifen alltägliche oder gesellschaftliche Themen auf und verbinden sie mit subtilen Irritationen. Auf den ersten Blick wirken sie vertraut oder harmonisch, bei genauerem Hinsehen offenbaren sich jedoch Widersprüche, die den Betrachter zum Innehalten und Nachdenken einladen.

Dabei reizt mich besonders das Spannungsfeld zwischen Realismus und Abstraktion, zwischen objektiver Darstellung und subjektiver Wahrnehmung. Ich möchte Bilder schaffen, die ästhetisch überzeugen und zugleich Fragen stellen, ohne eindeutige Antworten vorzugeben. Mich interessiert nicht die reine Illustration einer Idee, sondern der Moment, in dem ein Bild beginnt, seine eigene Geschichte zu erzählen.

Ich sehe meine Kunst deshalb nicht als abgeschlossenen Stil, sondern als fortlaufenden Prozess. Mein handwerklicher Hintergrund bleibt ein wesentlicher Teil meiner Identität, doch ebenso wichtig ist die Freiheit, Regeln infrage zu stellen und neue Ausdrucksformen zu suchen. Genau in diesem Spannungsfeld entsteht meine Arbeit – zwischen Präzision und Intuition, zwischen Gestaltung und persönlichem Ausdruck.

LEBEN

  1. 2018-Jetzt: Selbstständigkeit als Freischaffender Künstler

  2. 2016-17: Jungbotschafter des US-Congress und deutschen bundestages Austauschprogramm für junge berufstätige

  3. 2013-16: studium für handwerksdesign und unternehmensführung in aachen, deu

  4. 2013-16: abschluss als schreinermeister

  5. 2011-13: ausbildung als schreiner

  6. 2009-11: Hochschulabschluss

 

EHRUNGEN UND AUSSTELLUNGEN

  1. 2024: Solo-Ausstellung IM Hotel “Urban Loft” Heidestraße, Berlin

  2. 2022: Teilnehmer bei #DUBISTAMZUG in Berlin (Kunst auf liftfaßsäulen)

  3. 2018: gruppenausstellung “schweinfurt bunt erleben”, rathaus schweinfurt, deu

  4. 2017: gruppenausstellung “internationale handwerksmesse: Talente2017”

  5. 2017: ehrung für herausragende leistungen im rahmen der schreinermeisterausbildung

  6. 2016: preisträger der “Designtalente: handwerk NRW”

  7. 2015: einzelausstellung in "Wallraf - Küchen und Wohnen", aachen, deu

  8. 2015: auszeichnung für herausragende künstlerische leistungen

 

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